Die Jugend knipst für die Story, die Verwandtschaft will einen Abzug – sonst treffen sich beide Bilderwelten nie
Bei einer Konfirmation sind zwei Generationen mit sehr unterschiedlichen Gewohnheiten unterwegs: Die Jugendlichen haben das Handy ohnehin ständig in der Hand und fotografieren laufend, meist für die eigene Story. Tanten, Onkel und Großeltern greifen seltener zur Kamera, dafür gezielter – und fragen danach nach einem Abzug zum Aufhängen.
Diese beiden Bilderwelten treffen sich normalerweise nie: Die einen verschwinden nach 24 Stunden aus der Story, die anderen liegen auf einer Speicherkarte, die niemand einsammelt. Am Ende hat weder die Jugend die Fotos der Verwandtschaft gesehen noch umgekehrt.
Ein Code, der von der Kirchenbank bis zum Kaffeetisch gilt, holt beide Gruppen über den ganzen Tag ab – ohne dass jemand eine App laden oder eine Datei verschicken muss.
Kirche und Feier sind zwei verschiedene Orte
In der Kirche gelten die Regeln der Gemeinde vor Ort, nicht die einer App – ob und wann während des Gottesdiensts fotografiert werden darf, klärt ihr vorher kurz mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer.
Danach, beim Essen und am Abend, entsteht ohnehin das meiste: Dort bindet niemanden ein fester Ablauf, und genau da sammeln sich die meisten Bilder.
Damit auch die Großtante etwas davon hat
Ein Link scheitert am Kaffeetisch oft schon am zweiten abgetippten Zeichen. Ein kurzer Code, den jemand einmal laut vorliest, kommt dagegen bei jeder und jedem am Tisch an.
Wer kein Smartphone zum Scannen dabei hat, tippt den vorgelesenen Code stattdessen einfach von Hand ein – die Enkelin liest ihn vor, die Großtante gibt ihn ein.
Karte am Platz
Der Code liegt schon auf der Bank oder am Sitzplatz in der Kirche, sobald die Erlaubnis dafür geklärt ist.
Hinweis beim Essen
Auf der Menükarte oder als kleiner Aufsteller am Tisch taucht der Code noch einmal auf – für alle, die erst zum Essen dazukommen.
Galerie am Abend
Bis zum Abend füllt sich die Galerie von selbst: Kirche, Essen und Feier landen automatisch nebeneinander.
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